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  • Laudatio von Herrn Staatsminister Joachim Herrmann, MdL

     

    Lieber Herr Billmann,

     

    seit über fünf Jahrzehnten engagieren Sie sich ehrenamtlich in den verschiedensten Bereichen des Sports und haben sich damit in herausragendem Maße um die Gesellschaft verdient gemacht.

     

    Ihr erstes Ehrenamt übernahmen Sie bereits im Jahr 1966 als Jugendtrainer beim TSV Neustadt a. d. Aisch, bevor Sie im Jahr 1972 Abteilungsleiter für den Bereich Judo wurden und sich später im Jahr 1980 als stellvertretender Vorsitzender für die Belange des Vereins einsetzten. Darüber hinaus waren Sie auch beim TTV Neustadt a. d. Aisch, bis zum Übertritt der Judoabteilung zum TSV Neustadt a. d. Aisch im Jahr 1978, Mitglied im Vereinsvorstand. Des Weiteren wirkten Sie von 1982 bis 1999 als Bezirksvorsitzender des Bayerischen Judoverbandes in Mittelfranken und zusätzlich als Mitglied des Landessportausschusses für Judo in Bayern.

     

    Beim TSV Neustadt a. d. Aisch konnten durch Ihren unermüdlichen Einsatz innerhalb von 30 Jahren eine erfolgreiche Jugendabteilung und eine Bundesligamannschaft aufgebaut werden. Hier organisierten Sie darüber hinaus zahlreiche regionale und überregionale Wettbewerbe und Meisterschaften. Besonders zu nennen sind dabei die Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften sowie die Europameisterschaften der Frauen.

    Die sportliche Fairness war und ist Ihnen, lieber Herr Billmann, stets oberstes Gebot. Um dieses für den Judosport zu erreichen, waren Sie als Kampfrichter auf Bezirks-, Landes- und sogar auf Bundesebene tätig.

     

    Als im Jahr 1995 der Judo-Förderverein gegründet wurde, waren Sie einer der Mitbegründer und führten diesen Verein als 1. Vorsitzender bis ins Jahr 2007. Auch der Judo-Sport-Verein Neustadt a. d. Aisch kann zurecht mit Stolz darauf zurückblicken, Sie, lieber Herr Billmann, als Gründungsmitglied zu wissen. Als Dank und Wertschätzung wurden Sie im Jahr 2007 zum Ehrenmitglied des Judo-Sport-Vereins ernannt.

     

    Neben dem Judo sind Sie auch im Schießsport aktiv. Beispielsweise waren Sie von 1986 bis 1996 Mannschaftsführer beim Pistolen-Schießsport im Schützenverein SV 1966 Hambühl e. V. und sind seit 1996 Kassenprüfer im „Sportschützenverein SSV Herrnneuses e. V.“. Zusätzlich bringen Sie sich als aktives Mitglied bei der Schießsportgruppe der Reservisten ein.

    Auch im örtlichen Jägerverein Neustadt/Aisch u. Umgebung e. V. sind Sie tatkräftig engagiert. So sind Sie seit fast 20 Jahren aktives Mitglied im Bläser-Korps. Hier übernahmen Sie in besonderem Maße von 2001 bis 2004 als stellvertretender Hegeringleiter und später von 2004 bis 2010 als stellvertretender Vorsitzender Verantwortung. Seit 2010 stehen Sie dem Verein als 1. Vorsitzender vor und lenken die Geschicke mit Weitblick und Sorgfalt.

     

    Auch für die Stadt Neustadt a. d. Aisch sind Sie seit 1980 unermüdlich im Einsatz. Bis heute sind Sie Mitorganisator von zahllosen Heimatfesten, Festumzügen, Dorffesten sowie bei diversen Adventsaktionen. Sie sind stets da, wo gerade Hilfe benötigt wird. Im Jahr 1990 initiierten Sie den Sportbeirat, dem Sie seither angehören. Seit 2002 waren Sie zudem Mitglied des Stadtrates und über viele Jahre Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. Auch auf Kreisebene waren Sie politisch langjährig aktiv. Seit 1990 engagierten Sie sich als Kreisrat und hatten dabei viele Jahre den Vorsitz der SPD-Kreistagsfraktion inne, bevor Sie sich nach über 30 Jahren aus der Kommunalpolitik zurückzogen. Als Kreisrat setzten Sie sich vehement dafür ein, die Entwicklung des Landkreises zu fördern und positiv sowie nachhaltig zu gestalten.

     

    Auch Ihr soziales Engagement soll und darf nicht unerwähnt bleiben. Das Friedrich-Alexander-Gymnasium in Neustadt a. d. Aisch, an dem Sie als Lehrer tätig waren, pflegte über viele Jahre eine lockere Partnerschaft nach Kroatien. Über fünf Jahre organisierten Sie mit Ihrer Ehefrau Hilfstransporte, sammelten Spendengelder, Lebensmittel, Kleider und Medikamente für das vom Bürgerkrieg gebeutelte Kroatien. Mit Freunden transportierten Sie die Güter direkt in die Kriegszone nach Lipik. Zur besseren Abwicklung der Spenden gründeten Sie mit Ihrer Gattin ein Hilfskomitee, welches später in einen Partnerschaftsverein umgewandelt wurde und den Sie seitdem als ehrenamtlicher Geschäftsführer leiten. Darüber hinaus engagieren Sie sich bereits seit vielen Jahren im Partnerschaftsverein Montespertoli (Toskana) sowie im Partnerschaftsverein Hlubaka (Böhmen). In beiden Vereinen helfen Sie bei Festen und Partnerschaftstreffen tatkräftig mit.

     

    Auch in schweren Momenten des Lebens waren Sie stets für Ihre Mitmenschen da. So betreuten Sie beispielsweise in der Zeit von 1988 bis 2006 ehrenamtlich einen alkoholgeschädigten Mann bis zu dessen unvermeidbaren Tod.

     

    Lieber Herr Billmann, ich habe vor Ihrem Wirken um unser Gemeinwohl allerhöchsten Respekt. Ihr Engagement dient wahrlich als Vorbild für kommende Generationen. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten auf viel Freizeit verzichtet. Dieser herausragende und beispielhafte Einsatz verdient hohe Anerkennung. Ich danke Ihnen deshalb im Namen des Bundespräsidenten und auch ganz persönlich für dieses Engagement und freue mich, Ihnen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aushändigen zu dürfen.

 

 

 

 

 

 

Bild: Giulia Iannicelli