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05.04.2015 Von: W.B.

"Erste Hilfe bei Jagdhunden"

Bericht über die Veranstaltung "Erste Hilfe bei Jagdhunden" des Jägervereins Neustadt a. d. Aisch u. U. e. V.


Jagdhunde sind im jagdlichen Einsatz besonders gefährdet. Sie stöbern im dichten Gestrüpp und in Dickungen, sind wehrhaftem Wild auf der Fährte, suchen und stellen angeschossenes Wild welches aggressiv reagiert oder sind bei Treib- und Drückjagden hinter Wild her, welches sie dann vor die Flinten bzw. Büchsen der Jäger bringt und laufen dann nicht selten in die Schusslinie. Was tun, wenn der Hund dabei Schnitt- oder Bisswunden, Frakturen oder gar Schussverletzungen erleidet? Oder ihm im Sommer während der Stöberjagd auf Schwarzwild im Mais Überhitzung droht? Oder er bei der winterlichen Entenjagd an Unterkühlung leidet? Zunehmend sind die Hunde auch der Bedrohung durch Infektionskrankheiten wie der Aujeszkyschen Krankheit, die bei Kontakt mit infizierten Wildschweinen auf sie übertragen wird und immer tödlich endet, ausgesetzt. Der Kontakt mit räudigen Füchsen oder die Aufnahme von Fuchsbandwurmeiern, oder die Gefahr der Borreliose durch Zeckenbiss, Tularämie (Hasenpest), ... die Gefährdungsliste ist lang.

Auf alle diese Fragen zum Schutz und zur Vorbeugung, vor allem aber auf die 1.Hilfe-Maßnahmen bei verletzten Hunden gab Dr. Johannes Hofmann aus Neustadt/Aisch interessierten Jägern und Hundeführern bei einer Veranstaltung des Jägervereins Neustadt/Aisch Antworten und Tipps.

Vor den etwa 30 Teilnehmern referierte er zu verschieden Themen: Was gehört in einen Verbandskasten für Hunde, den jeder Hundeführer eigentlich in seinem Auto stets dabei haben sollte? Welche Sofortmaßnahmen kann und sollte ein Hundeführer vornehmen, wenn der Hund erkennbar unter Schock leidet oder verletzt ist? Dr. Hofmann erläuterte dabei anschaulich die wichtigsten Regeln zur Stabilisierung des Kreislaufes, wie die sog. ABC-Regel: Atemfunktion überprüfen und erhalten, - Blutungen stillen und Kreislauf (Circulation)situation überprüfen. Mit stoischer Bereitwilligkeit ließ sich dabei der DL-Rüde "Faust" von Heike und Günter Pfau aus Wilhelmsdorf die Maulschlinge zur Fixierung des Fangs sowie die diversen Verbände zur Blutstillung bei Fußverletzungen oder bei Knochenbrüchen anlegen. Hauptaugenmerk legte Dr. Hofmann auf die Aussagen, Ruhe bewahren, umsichtig Handeln und immer den ganzen Hund und nicht nur die akute Verletzung im Blick haben, keine Medikationen vornehmen oder unnötig Salben auf Wunden schmieren und in den allermeisten Fällen schnellst möglichst den Hund zum Tierarzt bringen.
Nach dem Vortrag und der Verbandspraxis am Hund, stand Dr. Hofmann den Jägern noch zu vielfältigen Fragen aus der Revierpraxis Rede und Antwort. Für den interessanten Abend bedankte sich abschließend der Jägervereinsvorsitzende Walter Billmann bei Dr. Hofmann mit einer Flasche hochprozentigem "Desinfektionsmittel" aus dem Angebot der Brennereistuben in Wilhelmsdorf.