Vereinsarchiv

 

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28.03.2021

Mitgliederinformation

Liebe Jägerinnen und Jäger, liebe Mitglieder unseres Vereins, hier gibt es unseren Mitgliederbrief für Februar 2021....


Liebe Jägerkolleginnen und Kollegen,

ein sehr ungewöhnliches Jagdjahr geht zu Ende und was danach kommt ist noch nicht abzusehen. Nahezu alle geplanten Veranstaltungen mussten aufgrund der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie ausfallen: Landesjägertag im März, abgesagt, Hegeschau und Jahreshauptversammlung gecancelt, Jäger- und Bläserfrühschoppen an der Neustädter Kirchweih, Heimatfest in Neustadt sowie alle geplanten Schießtermine des Vereins gestrichen. Auch unsere traditionelle Hubertusmesse konnte ebenso wenig wie die Waldweihnacht der Jagdhornbläser stattfinden.

Nicht viel anders war es bei der Jagd. Obwohl die Ansitzjagd in "freier Natur" eher kein Infektionsrisiko darstellte, war sie doch für viele Jägerinnen und Jäger problematisch. Βesonders in stadt- bzw. ortsnahen Revieren war der Freizeitdruck durch Spaziergänger, Wanderer, Jogger, Gassigeher, Mountainbiker, Nordicwalker etc. ... immens hoch. Die coronabedingten Einschränkungen haben so viele Menschen wie noch nie in die Wälder und Fluren getrieben. Mit allen damit verbundenen Störungen für das Wild und die Jagd. Im August, während der Blattzeit, konnte man Menschen mit und ohne Hund praktisch bei jeder Tages- und Nachtzeit in der freien Natur antreffen - für den ansitzenden Bockjäger ein Ärgernis. Auch die Gesellschaftsjagden - Treib- und Drückjagden, waren entweder gar nicht möglich oder man konnte sie nur mit zahlreichen Einschränkungen und Auflagen nach Genehmigung und stark begrenzter Zahl an Jägern und Jägerinnen auf Abstand und mit Maske durchführen. Normal war gar nichts mehr. Mal seh'n wie die Streckenlisten ausfallen. Zum Glück hat der Winter diesmal Schnee gebracht und so war das Spuren auf Sauen und Raubwild etwas leichter möglich. Auch für die ausgetrocknete Natur ist der Schnee und damit das Wasser ein Segen.

Wie geht es weiter? Eine tragfähige Planung für das kommende Jagdjahr ist leider (noch) nicht möglich. Noch haben wir viele Einschränkungen und Kontaktverbote. Wie lange noch? Wir wissen es nicht. Vorstandssitzungen konnten seit Oktober letztes Jahr keine mehr stattfinden. Wir haben uns im Vorstand soweit notwendig per Telefon oder E-Mail verständigt. Vorsorglich habe ich die NeuStadthalle am 23. April für eine Jahreshauptversammlung reserviert. Ob eine Hegeschau stattfinden kann ist derzeit noch nicht entschieden und ob der Termin haltbar ist, ist auch nicht klar. Zu gegebener Zeit werde ich alle Mitglieder über Veranstaltungen und Termine informieren. Nachdem der BJV seit Dezember, mit Ernst Weidenbusch als Präsident wieder ein gewähltes Präsidium hat kann von Verbandsseite wieder zukunftsfähig gearbeitet werden. Die Präsidiumssitzungen finden derzeit online für die Kreisgruppenvorstände, damit auch "öffentlich" statt. Der Landesjägertag 2021 ist schon mal für den 22.-24 Juli geplant. Derzeit sind die Hauptthemen die geplanten Änderungen des Bundesjagdgesetzes - ein sehr heißes Eisen!- sowie die anstehende Durchführung des Aufnahmeverfahrens für das Vegetationsgutachten in Bayern. Mit Letzterem werden wir uns natürlich demnächst auch im Landkreis auseinandersetzen müssen. Die Revierpächter sind inzwischen ja informiert und ich fordere alle dazu auf, an dem Aufnahmeverfahren zur Verjüngungsinventur kritisch teilzunehmen. Das Ergebnis werden wir dann im Herbst wissen. So viel im Moment.

Denkt bitte an die rechtzeitige Abgabe der Streckenlisten für das Jagdjahr 20/21. Allen Mitgliedern, Jägerinnen und Jägern, wünsche ich alles Gute, bleibt gesund und ich hoffe, dass wir uns im kommenden Jagdjahr wieder öfter sehen. Weidmannsheil!

 

gez. Walter Billmann, 1. Vorsitzender 


29.07.2021